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Geschichte des Spielmannszug Blau-Weiß Ulmen e. V.

Aus einem Bericht der Zeitung „Im Kreis Cochem“  aus dem Jahre 1960, anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Spielmannszugs Blau-Weiß Ulmen ist zu erfahren, dass alte Mitglieder des Spielmannszug von einem Trommlerkorps zu berichten wussten, welches bereits vor dem 1. Weltkrieg als loser Zusammenhalt existierte.
Nach dem 1.Weltkrieg fanden sich daraufhin mehrere Männer zusammen, um das Tambourspiel, das sie sich während der Soldatenzeit selbst beigebracht haben, weiter zu pflegen.

Im Jahre 1920 wurde unter der Führung des Tambourmajors Adam Schaaf ein Trommlercorps gegründet, das von 1925 bis 1931 von Bäckermeister Josef Mainzer als neuer Tambour geführt wurde. In dieser Zeit wurden viele junge Männer als Spielleute ausgebildet.

1931 ging das Tambourcorps, welches in dieser Zeit von dem damaligen Tambourmajor Adam Neumann geführt wurde, in die 1929 gegründete Freiwillige Feuerwehr Ulmen über.

1932 bildete Jakob Schönhofen eine Jungengruppe der Volksschule aus, die 1934 in der Zeit des Nationalsozialismus von der Hitlerjugend übernommen wurde. Durch Ausbruch des 2. Weltkrieges wurden die meisten Spielleute zum Wehrdienst einberufen, von welchem leider viele junge Männer nicht mehr zurück kamen.

Von 1939 bis 1941 nahm sich dann Hans Schaaf der Ausbildung eines neuen Tambourkorps an, welches allerdings durch seine Einberufung im Sommer 1941 endgültig zum erliegen kam.

Nach dem Krieg wurde erstmals im Jahre 1951 ein Spielmannszug erwähnt, der unter dem Sportverein ins Leben gerufen wurde.
Hierzu findet man in alten Unterlagen des Spielmannszugs ein Schreiben Hans Schaafs, der von 1946 – 1952  Vorsitzender des Sportvereins Ulmen war, in welchem er berichtete, dass der neugegründete Spielmannszug Urmersbach die anwesenden Gäste während der Halbzeit durch ein musikalisches Ständchen unterhielt. Diese Erfahrung hat die Lust am Tambourspiel in ihm wieder erweckt und auf die Idee gebracht, auch in Ulmen eine Neugründung des Spielmannszugs in die Wege zu leiten. Aus einem Zeitungsartikel aus dieser Zeit ist zu erfahren, dass dies wohl anfänglich gar nicht so leicht war, da „[…] die alten nicht mehr wollten.“
Aber als 1. Vorsitzender des Sportvereins gelang es ihm, den Verein für das Pfeifen- und Trommlerspiel zu begeistern. Diesbezüglich weis man zu berichten, dass aus dem Erlös eines verkauften Maibaums die gesamte 1. Mannschaft mit Pfeifen ausgerüstet werden konnte. So wurde vom Sportverein  ein eigener Spielmannszug ins Leben gerufen. Dieser allerdings trennte sich auf Grund interner Querelen bereits nach einem Jahr wieder vom Sportverein. Diese Trennung sollte jedoch nicht das Ende des Spielmannszugs bedeuten und somit gründete Hans Schaaf, als er 1952 den Vorsitz des Sportvereins niederlegte, im selben Jahr gemeinsam mit Felix Schlautmann und den von ihnen ausgebildeten Spielleuten einen neuen musikalischen Verein mit dem Namen „Blau-Weiß Ulmen“.

Am 18.Novenber 1952 um 20:30 Uhr erfolgte die Gründungsversammlung des Spielmanns- und Fanfarenzuges Blau-Weiß Ulmen in der Wohnung von Hans Schaaf, Antoniusstraße 7 in Ulmen.
Anwesend waren 15 Anhänger des Tambour- und Fanfarenspiels, von denen uns heute noch neun Mitglieder namentlich bekannt sind:  Hans Schaaf, Felix Schlautmann, Josef Maas, Karl Josef Saxler, Paul Kesseler, Josef Willems, Heinrich Schaaf, Josef Mindermann, Josef Weber.
 Bei der anschließenden Wahl wurde folgender  Vorstand gewählt:

1. Vorsitzender und Geschäftsführer         Hans Schaaf
2. Vorsitzender und Stellvertreter             Josef Neumann
1. Kassenführer                                      Karl Josef Saxler
2. Kassenführer und Stellvertreter            Josef Maas
3. Beisitzer                                             Felix Schlautmann

Kassenprüfer                                          Josef Maas
Tambourmajor                                        Felix Schlautmann

Um vernüftige Proben abhalten zu können, mussten zunächst geeignete Räumlichkeiten geschaffen werden. So wurde 1953 auf dem Grundstück von Hans Schaaf mit dem Bau eines Heims in Holzbauweise begonnen, in welchem bereits im darauf folgenden Jahr wöchentlich Proben abgehalten wurden. Besonders zu erwähnen ist, dass die gesamte Baumaßnahme in Eigenleistung erbracht wurde. Auch war schnell ein Name für das Übungsheim gefunden. Man taufte es: „Bunker Blau-Weiß“.

Jetzt stand dem weiteren Verlauf des Spielmannszugs nichts mehr im Wege und es folgten viele Auftritte in der näheren und weiteren Umgebung. Besondere Erwähnung gebührt in diesem Zusammenhang der Auftritt des Spielmannszugs im Jahre 1955 beim Kölner Rosenmontagszug, der nicht nur von den Zuschauern im Zug, sondern auch abends im Großen Williamsbau mit begeistertem Beifall gefeiert wurde. Unter der Leitung des damaligen Tambourmajors Felix Schlautmann wurde die gesamte Mannschaft dort prompt schon für den nächsten Rosenmontagszug eingeladen.
Viele Fahrten des Vereins führten auch zu Wettstreiten, da die Teilnahme an solchen in der damaligen Zeit noch verpflichtend war. Die Fahrtmöglichkeiten waren jedoch sehr eingeschränkt und so musste man sich auf abenteuerliche Transporte einlassen. Man erzählt zum Beispiel von einer Fahrt zu einem Auftritt, die von Heinz (Männes) Kutscheid  durchgeführt wurde. Da dieser Männes Viehhändler war und als solcher im Besitz eines Viehanhängers, wurde dieser kurz entschlossen „reisefertig“ gemacht und für die Spielleute von „Blau-Weiß“ zu einem passablen Untersatz. Hierzu ist besonders zu erwähnen, dass die Uniform aus einem weißem Hemd, weißer Hose und weißen Schuhen bestand.

1960 konnte der Spielmannszug unter der musikalischen Leitung von Tambourmajor
Ferdinand (Ferdi) Pias sein 40-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Zur Jahreszahl ist zu erwähnen, dass sie sich nach der ersten Gründung im Jahre 1920 richtete.
Anlässlich dieses Jubiläums kamen viele Spielmanns- und Fanfarenzüge, sowie Musikkapellen nach Ulmen, wo samstags mit der Darbietung des „Großen Zapfenstreich“ unter Mitwirkung der Blaskapelle der Bundesbahn Gerolstein und dem Spielmannszug Bausendorf der Höhepunkt erreicht wurde. Sonntags war bereits um 6:00 Uhr Wecken, um 7:30 Uhr gemeinsamer Kirchgang und um12:00 Uhr setzte sich das Fest mit dem Empfang der Gastvereine bis in die späten Abendstunde fort.

1962 kamen die Fanfaren dazu, die unter der Leitung von Heinrich (Heini) Wolf standen, wodurch das Auftreten des Spielmannszuges nochmals gesteigert wurde.
In dieser Zeit stieg die Zahl der Aktiven auf über 50 Mitglieder.

1970 wurde der 50. Geburtstag des Spielmannszugs groß gefeiert (Man bezog sich auf das 1920 von Adam Schaaf gegründete Trommlercorps).
Unter dem Vereinsvorsitz von Hans Schaaf und dem musikalischem Leiter - Tambourmajor Alfred Pitzen - feierte man zwei Tage lang ein gelungenes Fest, das von einem großen Festumzug, der sich aus Musikvereinen und Spielmannszügen, sowie der Feuerwehr und dem Gemeinderat zusammensetzte und den viele hunderte Zuschauer an den Straßen des Dorfes mit Applaus zum Festzelt begleiteten, wo das Jubiläum mit einer großen Tanzveranstaltung ausklang.

1972 kam es zur Auflösung des Fanfarenzugs, woraufhin zehn Mitglieder zum neugegründeten Musikverein wechselten. Der Spielmannszug verblieb daraufhin mit einer Truppe von zwanzig Musikern.
In einer Bekanntmachung des Vorsitzenden Hans Schaaf aus dem Jahr 1972, ging hervor, dass man das weitere Bestehen des Spielmannszugs als sehr gefährdet ansehe.
Erfreulicherweise stieg in den darauf folgenden Jahren das Interesse der Jugend am Spielmannswesen wieder an. Zwanzig Jugendliche wurden von unseren Tambourmajoren Alfred Pitzen und Ferdi Pias und dem alten Tambourmajor Felix Schlautmann neu ausgebildet.

Zwischenzeitlich wurde mit dem Bau eines neuen Übungsheims begonnen. Das alte, noch aus Holz gefertigte Heim war baufällig geworden und wurde durch einen aus Stein gefertigten Neubau ersetzt.
Natürlich wurde auch dieses Unternehmen ganz in Eigenleistung erbracht, wobei allein das Ausschachten von Hand fast zwei Jahre in Anspruch nahm.

1982 feierte man das 30-jährige Jubiläumsfest (bezogen auf die Wiedergründung im Jahre 1952) und ehrte Hans Schaaf für 30 Jahre Vereinsvorsitz.

In den darauf folgenden Jahren wurden viele Auftritte aber auch Vereinsfahrten unternommen. Hier ist besonders das Zeltlager in St. Jost zu erwähnen.

Auf der Jahreshauptversammlung vom 10.12.1992 gab Hans Schaaf aus Alters- und gesundheitlichen Gründen seinen Rücktritt bekannt. Er leitete 40 Jahre ununterbrochen die Geschicke des Vereins als 1. Vorsitzender. Mit Ihm verabschiedete sich eine Persönlichkeit aus dem Vereinsleben, das seines gleichen sucht. Am 24.08.2001 verstarb Hans Schaaf.

Aus der anschließenden Neuwahl des Vorstandes ging Volker Dunkel als sein Nachfolger und neuer 1.Vorsitzender des Spielmannszugs hervor. Er leitete nun die Interessen des Vereins und musste den Verein durch schwierige Zeiten führen, denn leider blieb auch der Spielmannszug vom immer weniger werdenden Interesse am Vereinsleben und an der mangelnden Probebeteiligung nicht verschont und so kam es 1996 zur Einstellung des Probebetriebes.
Fortan ruhte der Spielmannszug auf ungewisse Zeit.

Als Günter Pitzen, der jahrelang in Köln wohnte, wieder in seine alte Heimat zurück fand, empfand er es als äußerst schade, dass es hier in Ulmen keinen Spielmannszug mehr gab, in welchem er jahrelang als begeisterter Trommler aktiv war. Günter versuchte die „Ehemaligen“ wieder für den Spielmannszug zu interessieren. Hermann-Josef Hilger, zu gleicher Zeit aktiv in Köln, bestärkte Günter in seinen Bemühungen. Anlässlich der Ulmener Kirmes 2002 sprach er mit fast allen männlichen Mitgliedern und nach etlichen Bieren hatte Hermann –Josef die Zusage von 17 Mitglieder zu einer informellen Hauptversammlung zu kommen.   Günter setzte sich mit dem 1. Vorsitzenden Volker Dunkel in Verbindung und verabredete sich mit ihm und weiteren Mitgliedern im Gasthaus Öllig, um über einen Neubeginn des Spielmannszugs zu reden. Hier waren 23 Ehemalige und neue Mitglieder anwesend und man merkte dann schnell, dass ein Interesse am Wiederbeleben des Spielmannszugs vorhanden war. Der Probenbetrieb  wurde unverzüglich aufgenommen. Am 22.11.2002 lud man zu einem Informationsabend für alle Interessierte in den Vereinsraum des Gemeindehauses am Maar ein.
Die Veranstaltung wurde zu einem vollen Erfolg und so rief man für den 18.12.2002 die erste Jahreshauptversammlung seit 1996 ein. Da in der vergangenen Zeit keine Tätigkeit seitens des Vereins ausgeübt wurde, kam man schnell zu den Neuwahlen, in welchen Volker Dunkel in seinem Amt bestätigt wurde und Rainer Pias als neuer Tambour und musikalischer Leiter die Nachfolge von Alfred Pitzen antrat. Ihm gehört ein besonderer Dank für den Einsatz, den er als Tambourmajor und Ausbilder brachte und dadurch maßgebend zu der Nachwuchssicherung beigetragen hat. Auch Alfred stand dem Verein als ehemaliger Tambour mit seinem musikalischen Geschick und seiner langen Vereinserfahrung jederzeit zur Seite und sprang wann immer mal Not am Mann war, auch gerne als Tambour ein. Die Jahreshauptversammlung endete mit großem Optimismus für die Zukunft des Vereins.

In einem von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Raum - dem „Pellenz Haus“ – wurden jetzt wieder wöchentlich Proben abgehalten.
Leider stellte sich schnell heraus, dass auf Grund der schlechten Akustik ein Proben auf Dauer nicht möglich war. In dieser misslichen Lage kam dann der sprichwörtliche Wink von ganz oben: Da die Pfarrgemeinde die Nebenräume der Kirchenheizung zu einer Jugendbegegnungsstätte ausbaute, hat Herr Pfarrer Fuß die Mitnutzung als Proberaum für den Spielmannszug angeboten. Das sollte jedoch nicht heißen, dass man flugs alle sieben Sachen packen und in neuen Räumlichkeiten beginnen konnte. Auch hier war wieder Eigenleistung angesagt.
Am 21.01.2003 begann die Aktion „Kirchenräumchen“ mit dem Abriss der Trennwand des ehemaligen Heizöllager, das dank Pfarrer Fuß durch die Versorgung mit kalten Getränken zu einer nicht zu staubigen Angelegenheit wurde, die am 17.03.2003 nach ca. 300 Arbeitsstunden und dem unermüdlichen Einsatz der Helferinnen und Helfer des Spielmannszugs endete. 
 
Mit der Fertigstellung des Proberaums und den ersten Übungsstunden begann ein neues Kapitel im Vereinsleben des Spielmannszugs. Bereits zur Kirmes 2003 konnte sich der Verein in Ulmen wieder präsentieren. Von den anfänglich 23 Aktiven stieg die Zahl der Mitglieder schnell auf 40 Spielleute.
In den darauf folgenden Jahren wurde der Spielmannszug Ulmen weit über die Grenzen der Eifel bekannt. Hier sind besonders die Auftritte an den Karnevalsumzügen in Bickendorf, Bonn und bereits vier Mal im großen Rosenmontagszug in Köln hervorzuheben, wofür eigens neue Kostüme angeschafft wurden, die dem Verein eine ganz besondere Note verliehen haben.  

Auf der Jahreshauptversammlung vom 18.02.2005 wurde beschlossen, den Namen Fanfarenzug aus dem Vereinsnamen zu streichen.

Am Verbandsgemeindemusikfest 2006, das vom Spielmannszug ausgetragen wurde, konnte der Verein die neu erlernten Märsche vor einem großen und begeisterten Publikum präsentieren.

Vor Beginn der Jahreshauptversammlung am 27.10.2006 wurde Alfred Pitzen von dem          1. Vorsitzenden Volker Dunkel als Dank für seine herausragenden Leistungen als Flötist, Ausbilder und Tambourmajor zum Ehrenmitglied des Spielmannszugs Blau- Weiß Ulmen benannt.
Volker Dunkel gab im Anschluss seinen Rücktritt vom Vorsitz des Vereins bekannt.
Er führte den Verein seit 14 Jahren und musste in dieser Zeit viele Höhen und Tiefen miterleben. Auch er war es der 1996 den Mitglieder die traurige Nachricht der Einstellung des Probebetrieb auf ungewisse Zeit mitteilen musste, aber ebenso war es auch an ihm zu sagen „Es geht wieder weiter“.
Mit Ihm verabschiedete sich ein Mensch aus dem Vorstand der immer Ehrlichkeit, Kameradschaft und besonders Charakter bewiesen hat.
Er stand und steht demVerein jederzeit zur Seite und ist bis heute noch Ansprechperson für viele Fragen rund um den Spielmannszug.
Wenn es seine Zeit zu lässt, findet man Ihn pünktlich zum Proben in der hinteren Reihe auf dem rechten Stuhl sitzen und auch auf allen Auftritten ist er zugegen.
Bei der anschließenden Neuwahl wurde Günter Pitzen zum 1. Vorsitzenden gewählt.
 
Aber nicht nur das marschieren und musizieren zählt in einem Spielmannszug, auch das Vergnügen darf nicht zu kurz kommen. So wurden viele Freizeitaktivitäten, unter anderem die Zeltlager in St. Jost und Hontheim, sowie die Probewochenenden in Bollendorf und Tholey unternommen, nicht zu vergessen die Vereinsfahrt zu unserer Partnerstadt Lormes in Frankreich.

 

Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder auf teilweise über 50 Aktive angestiegen. Das „Kirchenräumchen“ wurde zu eng und man musste sich nach einer Ausweichmöglichkeit umsehen. Hier bot sich, dank der St. Mathias Schützenbruderschaft Ulmen, die Schützenhalle an. Nach einer durchfrorenen Winterprobesaison 2008/2009, war es dem Spielmannszug mit finanzieller Hilfe des RWE`s möglich, einen Teil der Schützenhalle zu renovieren, indem man neue Fenster anbrachte und den Fußboden isolierte und neu verlegte. Das dies in Eigenleistung erbracht wurde, brauch man eigentlich nicht mehr zu erwähnen.

Im Mai 2009 wurde die Kirmes vom Spielmannszug und dem Sportfahrerkreis ausgetragen.
Unter Mitwirkung vieler Helferinnen und Helfer beider Vereine wurde eine Kirmes aus dem Boden gestampft, wie man sie so in Ulmen seit Jahren nicht mehr erlebt hatte. Die Begeisterung der Bevölkerung gab uns die Bestätigung, dass wir vieles richtig gemacht haben.

Anlässlich seines 70. Geburtstags am 14.08.2009 wurde Ferdi Pias zum Ehrenmitglied des Spielmannszug Blau-Weiß Ulmen ernannt. Hier wurde ein Mann geehrte der Jahrelang als Jugendstabführer und Tambourmajor in den 50ziger und 60ziger Jahren den Spielmanns- und Fanfarenzug Blau – Weiß Ulmen geführt hatte. Er gilt bis heute noch als ein gradliniger und korrekter Mensch, der jederzeit für die Ideale des Vereins Einstand. Als er mitte der 60ziger Jahre nach Boverath zog, übergab er den Tambourstab an Alfred Pitzen, blieb dem Spielmannszug aber als sehr guter Flötist bis zum Anfang des neuen Jahrtausends erhalten und marschierte noch mit Ende 60 den großen Rosenmontagszug in Köln mit. Von diesem Zug erzählt man heute noch gerne, dass Ferdi plötzlich von hinten durch die Reihen nach vorne lief zu Tambour Rainer Pias (welcher sein Sohn ist!) lief und Ihm zurief:“ So geht das nicht, wir spielen viel zu schnell“, um dann wieder im schnellen Tempo nach hinten in seine Reihe zurück zu laufen.

Im Oktober 2009 trat der Spielmannszug dem Landesverband für Spielmannswesen Rheinland-Pfalz e. V. bei.

Auf der Jahreshauptversammlung am 29.10.2010 gab Günter Pitzen seinen Rücktritt als 1. Vorsitzenden des Spielmannszug bekannt. Günter Pitzen ist seit 1980 aktives Mitlied und nicht nur hervorragender Trommler, sondern auch in vielen Belangen des Spielmannswesens ein gefragter und wissender Ansprechpartner. Irgendwann verschlug es Ihn nach Köln, aber auch dort konnte er die Finger nicht von den Trommelknüppeln lassen und engagierte sich in einem Kölner Verein, in welchem er bis zu seiner Rückkehr nach Ulmen aktiv tätig war.  
Günter bleibt weiterhin Trommler im Dienste des Vereins.
Bei der anschließenden Neuwahl wurde Josef Ehlen zum 1. Vorsitzenden gewählt.

2011 teilte Rainer Pias seinen Rücktritt als Tambour und musikalischer Leiter mit.
Rainer führte den Spielmannszug seit 2002 in einer hervorragenden Art und Weise, wodurch der Verein  wieder einmal an musikalischer Qualität zulegte. 
Er steht dem Verein als aktiver Flötist und insbesonders als Unterstützung bei der Ausbildung von unserem neuen Tambour Peter Münch jederzeit zur Verfügung.

Am 20.Oktober 2012 feierte der Spielmannszug sein 60. jähriges Vereinsjubiläum. Was zu diesem Fest im Bürgersaal und später auf dem Marktplatz geboten wurde war ein Genuss für Augen und Ohren, so ein Auszug aus dem Bericht der Rheinzeitung.
Nicht nur der Auftritt der „Blau-Weißen“, unter der Leitung von Tambourmajor Peter Münch, auch die der Einladung gefolgten Spielmannszüge erfreuten mit Ihren Darbietungen das zahlreich erschienene Publikum.   
Aus Anlass dieses Jubiläum wurden 39 Mitglieder für Ihre 5, 10, 20 und 30 jährige aktive Tätigkeit geehrt. Besonders zu erwähnen sind unsere beiden ältesten Aktiven, Volker Dunkel und Bernd Schaaf, die nunmehr 50 Jahre dem Verein treu zur Seite stehen.
Den noch drei lebenden Gründungsmitglieder  Josef Mindermann, Paul Kesseler und Karl-Josef Saxler, wurde die „Ehrenmedaille am blau-weißen Band“ mit der Inschrift „Vereinsgründer“  überreicht.
Ihr seid unsere Vereinsgründer, und dass Ihr damals den genialen Einfall hattet, Ulmen muß einen eigenen Spielmannszug haben, dafür danken wir Euch herzlich, so die Worte von dem Moderator  Helmut Schmitt.
Ebenfalls ausgezeichnet wurden die „Spielmannszug-Senioren“ die immer ein Garant für ein intaktes Vereinsleben waren. Es sind: Günter Kutscheid, Arnold Mindermann, Ferdi Pias, Alfred Pitzen,  Hans-Peter Schaaf,  Manfred Weber  und Peter Zenner.
Nach dem diese  Auszeichnungen von dem Vorsitzenden Josef Ehlen und seinem Stellvertreter Klaus Lahn mit Hilfe unserem jüngsten Mitglied Jens Stein durchgeführt wurden,  durften die drei eine besondere  Ehrung vornehmen. Hierzu wurden nochmals auf die Bühne gebeten: Volker Dunkel, Bernd Schaaf, Josef Mindermann und Paul Kesseler.
Wir sind diesen Mitglieder zu ganz besonderem Dank verpflichtet. Sie haben sich in die Vereinsgeschichte eingetragen und deshalb sollen sie auch fortan in unserem Verein eine gehobene Stellung haben. Mit diesen Worten von Helmut Schmitt, denen sich der ganze Verein anschließt, ernannte Josef Ehlen Sie zu Ehrenmitgliedern des Spielmannszugs „Blau-Weiß“ Ulmen e. V.
Einen ganz besonderen Höhepunkt war der anschließende „Großer Zapfenstreich“. Unter Mitwirkung des Spielmannszug Ulmen unter der Stabführung von Tambourmajor Rainer Pias und dem Musikverein Ulmen unter der Leitung von Dirigent Thomas Wagner. Eingerahmt von den Fackelträger der Freiwilligen Feuerwehren aus Ulmen und Auderath und kommandiert von dem Ulmener Wehrführer Thomas Kerpen, endete mit dem Ausmarsch der Vereine unter dem Beifall hunderter Zuschauer diese gelungene Darbietung und damit auch der offizielle Teil dieser Veranstaltung.